„Ein Dorf sieht schwarz“ ist von der Familiengeschichte des Musikers Kamini aus Zaire (die heutige Demokratische Republik Kongo) inspiriert. Er spielt in den siebziger Jahren, Seyolo Zantoko lebt als Migrant aus Kinshasa in Paris, wo er soeben einen Abschluss in Medizin gemacht hat. Am Tag der Abschlussfeier erscheint ein Bauer aus Marly-Gomont, einem kleinen Dorf auf dem französischen Land, welcher einen Arzt sucht, der bereit ist, in seinen abgelegenen Heimatort umzuziehen. Seyolo sieht daraufhin die Möglichkeit, die lang ersehnte französische Staatsbürgerschaft zu erlangen, ebenso wie seine Familie nach Frankreich zu […]
Kingsglaive: Final Fantasy XV (Japan, 2016)
Um dem Erscheinen des neuen Videospiels der erfolgreichen Serie Final Fantasy den Weg zu ebnen, kommt ein neuer Film heraus, in welchem die Vorgeschichte von dem erzählt wird, was man im Spiel ab dem 29. November sehen werden kann. Die Geschichte dreht sich um die Auseinandersetzung zwischen Gut und Böse, der Kampf um die Kontrolle des Kristalls des Königreichs von Lucis, welcher die Stadt Insomnia behütet. Nyx Ulric, ein Elitesoldat, wird mit der Aufgabe betraut, die Prinzessin Lunafreya zu beschützen, damit sie an der Seite des Prinzen Noctis ankommt.
Das Thema ist ziemlich schlicht und unprätentiös werden uns die Charaktere vorgestellt. Nichtsdestotrotz, das, was an dem Film heraussticht, ist die kolossale Animation. Schon vorher bei Final Fantasy: The Spirits Within (2001) und Final Fantasy VII: Advent Children (2005) wurden wir mit einem offenem Mund des Staunens zurückgelassen und dieses Mal ist keine Ausnahme. Jede Einstellung gleicht einem Fenster in jene Welt, welche in Momenten zu real erscheint: die Bewegung der Haare, die Kleidung, welche im Wind wiegt. Ich erinnere mich daran, als ich den ersten Film im Kino sah, ohne Gamer zu sein, verließ ich den Vorführsaal fasziniert von dem Ergebnis der Computeranimation, welche damals äußerst innovativ war. Der Ausdruck des Erstaunens von Seiten des Publikums war über die Maßen, damals wie heute. Heutzutage, mit den technologischen Fortschritten, war das Ergebnis unglaublich. Die Charaktere wurden ausgehend von realen Personen erschaffen, wie zum Beispiel der Protagonist Nyx Ulric, welcher eine digitale Version des französischen Models Francés Johan Akan darstellt, mit der Stimme von Aaron Paul in der englischen Version.
Ohne Zweifel, Kingsglaive: Final Fantasy XV wurde für die Fangemeinde des Spiels kreiert. Das braucht aber nicht das Publikum fern jener Vorliebe davon abzuhalten, sich an dem Ergebnis dieser außerordentlichen Computernanimation zu erfreuen. Wenn Du ein Freund von Animationsfilmen im Allgemeinen bist (wie ich) und der Computeranimation im Besonderen, darfst Du ihn nicht verpassen. Genieße ihn von Anfang bis Ende, denn einem umfassenden virtuellen Universum Leben einzuhauchen ist eine Arbeit, die Anerkennung verdient.
(Übersetzung Alexander Hämmerle)
Alle zwei Wochen lässt uns in der Rubrik FOTOGRAMAS die mexikanische Videographin an ihrer großen Leidenschaft – dem Kino – teilhaben und schildert aus der Perspektive des Fachs ihre neuesten Eindrücke aus der internationalen Kinoszene.
Eine Anfängerin auf der Berlinale
Einem internationalen Kinofestival beizuwohnen, ist einerseits eine Opportunität und ein Luxus andererseits, den ich mir dieses Jahr, in Berlin lebend, gönnen wollte. Der rote Teppich, die Künstler, die Plakate in der ganzen Stadt und die Nachrichten, welche man in den internationalen Medien liest und sieht, lassen einen wie einen Hauptdarsteller fühlen, ein bisschen wie jenes Gefühl, wenn man einen Film sehen geht. Die Berlinale ist ein Kinofestival unterschiedlicher Wettbewerbe, das, wie der Name andeutet, in Berlin stattfindet. Verschiedene Kinos der Stadt öffnen ihre Türen im Monat Februar, um Werke aus […]
Verónica (Mexiko , 2017)

Die mexikanische Filmproduktion teilt sich in verschiedene Perioden ein. Von dem berühmten Goldenen Zeitalter bis zum sogenannten „Neuen mexikanischen Kino“, geht man über Western, Filme über Catcher und viele andere. In den letzten Jahren hat sich das mexikanische Kino auf die Komödie konzentriert, wobei manchmal Remakes aus Bollywood dabei waren, aber auch Filme aus dem Golden Zeitalter, wie zum Beispiel „El gran calavera“. Diese konnten wenigstens das in sie investierte Geld wieder einspielen. Mit linearer Handlung und flachen Witzen versucht man hier dem nach Amüsement suchenden Publikum ein Lachen zu […]


