„Waltz with Bashir“ ist ein Dokumentarfilm, der quasi komplett mithilfe von Animationstechniken realisiert wurde. Er erzählt das Massaker an Palästinensern im Flüchtlingslager Sabra und Shatila (Beirut, Libanon) im September 1982. Folman erzählt, dass die unmittelbaren Täter die phalangistischen Milizen (christlichen Ursprungs) gewesen sind, welche ihrerseits aber unter den gleichgültigen Augen des israelischen Militärs agierten, das während des Geschehens das Territorium besetzte. Der Regisseur Ari Folman hat die Arbeit mit dem Ziel begonnen, seine Erinnerungen an die Tragödie, an welcher er während seines Militärdienstes mit gerade 19 Jahren beteiligt war, wiederzufinden. […]
Kingsglaive: Final Fantasy XV (Japan, 2016)

Um dem Erscheinen des neuen Videospiels der erfolgreichen Serie Final Fantasy den Weg zu ebnen, kommt ein neuer Film heraus, in welchem die Vorgeschichte von dem erzählt wird, was man im Spiel ab dem 29. November sehen werden kann. Die Geschichte dreht sich um die Auseinandersetzung zwischen Gut und Böse, der Kampf um die Kontrolle des Kristalls des Königreichs von Lucis, welcher die Stadt Insomnia behütet. Nyx Ulric, ein Elitesoldat, wird mit der Aufgabe betraut, die Prinzessin Lunafreya zu beschützen, damit sie an der Seite des Prinzen Noctis ankommt.
Das Thema ist ziemlich schlicht und unprätentiös werden uns die Charaktere vorgestellt. Nichtsdestotrotz, das, was an dem Film heraussticht, ist die kolossale Animation. Schon vorher bei Final Fantasy: The Spirits Within (2001) und Final Fantasy VII: Advent Children (2005) wurden wir mit einem offenem Mund des Staunens zurückgelassen und dieses Mal ist keine Ausnahme. Jede Einstellung gleicht einem Fenster in jene Welt, welche in Momenten zu real erscheint: die Bewegung der Haare, die Kleidung, welche im Wind wiegt. Ich erinnere mich daran, als ich den ersten Film im Kino sah, ohne Gamer zu sein, verließ ich den Vorführsaal fasziniert von dem Ergebnis der Computeranimation, welche damals äußerst innovativ war. Der Ausdruck des Erstaunens von Seiten des Publikums war über die Maßen, damals wie heute. Heutzutage, mit den technologischen Fortschritten, war das Ergebnis unglaublich. Die Charaktere wurden ausgehend von realen Personen erschaffen, wie zum Beispiel der Protagonist Nyx Ulric, welcher eine digitale Version des französischen Models Francés Johan Akan darstellt, mit der Stimme von Aaron Paul in der englischen Version.
Ohne Zweifel, Kingsglaive: Final Fantasy XV wurde für die Fangemeinde des Spiels kreiert. Das braucht aber nicht das Publikum fern jener Vorliebe davon abzuhalten, sich an dem Ergebnis dieser außerordentlichen Computernanimation zu erfreuen. Wenn Du ein Freund von Animationsfilmen im Allgemeinen bist (wie ich) und der Computeranimation im Besonderen, darfst Du ihn nicht verpassen. Genieße ihn von Anfang bis Ende, denn einem umfassenden virtuellen Universum Leben einzuhauchen ist eine Arbeit, die Anerkennung verdient.
(Übersetzung Alexander Hämmerle)
Alle zwei Wochen lässt uns in der Rubrik FOTOGRAMAS die mexikanische Videographin
an ihrer großen Leidenschaft – dem Kino – teilhaben und schildert aus der Perspektive des Fachs ihre neuesten Eindrücke aus der internationalen Kinoszene.
Er ist wieder da (Deutschland, 2015)


David Wnendt führt bei dieser Adaption des gleichnamigen Buches Regie. Eine sonderbare Komödie, die das Leben von Hitler mitten hinein in das 21. Jahrhundert, den technologischen Boom, den Euro und die Massenmigration nach Europa versetzt. Es heißt, die beste Form das Publikum zum Nachdenken anzuregen, geschieht durch Lachen und es ist gleichzeitig auf diese Weise wie eine starke Kritik an den politischen Gruppierungen in Deutschland gelingt als auch die Aufmerksamkeit auf das Vorrücken der Ultrarechten in jenen Ländern gerichtet wird. „Sie können mich nicht loswerden … ich bin ein Teil von […]
Verónica (Mexiko , 2017)


Die mexikanische Filmproduktion teilt sich in verschiedene Perioden ein. Von dem berühmten Goldenen Zeitalter bis zum sogenannten „Neuen mexikanischen Kino“, geht man über Western, Filme über Catcher und viele andere. In den letzten Jahren hat sich das mexikanische Kino auf die Komödie konzentriert, wobei manchmal Remakes aus Bollywood dabei waren, aber auch Filme aus dem Golden Zeitalter, wie zum Beispiel „El gran calavera“. Diese konnten wenigstens das in sie investierte Geld wieder einspielen. Mit linearer Handlung und flachen Witzen versucht man hier dem nach Amüsement suchenden Publikum ein Lachen zu […]