Die mexikanische Filmproduktion teilt sich in verschiedene Perioden ein. Von dem berühmten Goldenen Zeitalter bis zum sogenannten „Neuen mexikanischen Kino“, geht man über Western, Filme über Catcher und viele andere. In den letzten Jahren hat sich das mexikanische Kino auf die Komödie konzentriert, wobei manchmal Remakes aus Bollywood dabei waren, aber auch Filme aus dem Golden Zeitalter, wie zum Beispiel „El gran calavera“. Diese konnten wenigstens das in sie investierte Geld wieder einspielen. Mit linearer Handlung und flachen Witzen versucht man hier dem nach Amüsement suchenden Publikum ein Lachen zu […]
Die Katze des Rabbiners (Frankreich, 2011)

Im Algerien der zwanziger Jahre lebt in einer jüdischen Gemeinde ein Rabbiner mit seiner Tochter, seiner Katze und seinem Wellensittich … Eines schönen Tages frisst die Katze den armen Wellensittich und dadurch erlangt sie die Fähigkeit zu sprechen. Und nicht nur das. Die Gabe zu sprechen wird begleitet von der Fähigkeit zu urteilen. Der Rabbiner beginnt ihm die Thora zu lehren und daraufhin entscheidet das Kätzchen, dass der Moment seiner Bar-Mizwa gekommen ist. Nichtsdestotrotz trifft es eine starke Opposition von Seiten des Meisters des Rabbiners, welcher es als ketzerische Kreatur betrachtet. Die Katze hilft ihrem Herrchen dessen Französischprüfung zu bestehen und dabei lernen sie einen Russen kennen, mit dem sie sich in ein Abenteuer begeben, die versteckte Stadt der schwarzen jüdischen Gemeinde im Herzen Afrikas zu finden. Die Katze, welche sie einfach so nennen: Katze, hat einen scharfen Sinn für Kritik, ist liebevoll und loyal mit seinen Menschen. Ohne Zweifel: Wenn Katzen sprechen könnten, wären sie wie es.
Normalerweise sind wir an US-amerikanische oder japanische Animationsfilme gewöhnt. Es ist schön zu sehen, dass es auch andere Länder gibt, die interessante und unterhaltsame Arbeit auf diesem Gebiet leisten. Die Geschichte ist einfach, aber deswegen nicht oberflächlich: sie berührt Themen wie Rassismus oder Religion und die dünne Linie, welche sie vom Fanatismus trennt. Ein empfehlenswerter Film, den es zu genießen lohnt und mit dem man einen kurzweiligen Moment mit einigen Lachern dazwischen verbringen kann.
(Übersetzung Alexander Hämmerle)
Alle zwei Wochen lässt uns in der Rubrik FOTOGRAMAS die mexikanische Videographin an ihrer großen Leidenschaft – dem Kino – teilhaben und schildert aus der Perspektive des Fachs ihre neuesten Eindrücke aus der internationalen Kinoszene.
Die Entdeckung der Lo
Manchmal frage ich mich: warum bin ich vor vielen Jahren aus Mexiko weggegangen? Was erreicht man weit entfernt von den eigenen Gewohnheiten und dem Bekannten lebend? Was kann man im Angesicht unsicherer Zukunft oder Arbeit machen? Was ist die geeignete Richtung? Was will ich machen, wenn ich groß bin? Lassen sich Antworten auf diese Fragen finden? Die Nacht, in der ich Lorena kennenlernte, war das erste Mal, dass ich ein Sozialzentrum in Italien betrat. Ich war dorthin gegangen, um das Konzert einer interkulturellen Band aus Italien zu sehen, die aus […]
Der Sombrero, die Siesta und die Revolution
Der schnauzbärtige Sombreroträger gilt als ein weit verbreitetes Klischee für Mexiko. Faulheit, Hitze, Feiern, Siesta und Verbrechen werden gemeinhin damit verbunden. Die Ursprünge dieses markanten Kleidungsstils liegen jedoch woanders und haben für Mexikaner eine völlig andere Bedeutung. […]



