Der Tag der Toten bedeutet in Mexiko Feiern, Lachen, Zucker, cempasuchitl (eine orangene Blume ähnlich einer Chrysanthemen), Kerzen, Opfergaben und Totenköpfe. „La Calavera“ (der Totenschädel), Symbol des Todes, findet sich während der „Tage der Toten“ am 1. und 2. November überall in Mexiko. Es ist wichtig, zu betonen, dass die mit dem Tod verbundenen Symbole wie der Schädel und das Skelett zu jeder Zeit in Mexiko gesehen werden können, da sie ein häufiges und charakteristisches Symbol der Kunst des Landes sind. José Guadalupe Posada, der Maler der „Skelette“, gilt als […]
Busan-haeng / Train to Busan (Südkorea, 2016)

Seok Woo (Gong Yoo, Hauptdarsteller in zahlreichen Komödien und Actionfilmen von großem Erfolg in Korea) gibt vor, seine Tochter Soon-an mit ihrer Mutter in Busan zusammenzubringen. Allerdings wird sich niemand vorstellen, in welche Tragödie ihre Fahrt nach Busan sie verwickeln wird. Unerklärliche Gewalttaten passieren in ganz Korea und werden durch die Nachrichten auf den Bildschirmen des Zuges übertragen. Mitten in der Zombie-Apokalypse müssen Vater und Tocher an der Seite von Sang-Hwa (Ma Dong-seok, mein Favorit, Hauptdarsteller des kürzlich erschienenen Films von Kim Ki-duk „One on One“), dessen Frau (Jung Yu-mi), eines Vagabunden, der sich in den Zug eingeschleust hat, eines Studentenpärchens und eines feigen, gemeinen Typs eine überdimensionale Flucht unternehmen, um sich von der Katastrophe zu befreien.
Der Film, welcher auf dem Festival von Cannes in der Sektion „Mitternacht“ präsentiert wurde, verwandelte sich in den koreanischen Kassenschlager des Sommers diesen Jahres, mit einem Rekord von 10 Millionen Zuschauern. Es handelt sich nicht um einen Film großer künstlerischer Qualitäten. Trotzdem erlaubt dessen Geschichte und seine Personen sowohl der noblen, heroische Seite der Menschheit, sowie deren Grausmkeiten, Gemeinheiten und typischen Egoismen zum Vorschein zu koemmen. Eine dynamische Geschichte mit einem Ende entsprechend südkoreanischen Standards, die Dich bis zur Erlösung an den Sitzplatz fesseln wird.
(Übersetzung Alexander Hämmerle)
Alle zwei Wochen lässt uns in der Rubrik FOTOGRAMAS die mexikanische Videographin an ihrer großen Leidenschaft – dem Kino – teilhaben und schildert aus der Perspektive des Fachs ihre neuesten Eindrücke aus der internationalen Kinoszene.
The Neon Demon (Frankreich, 2016)

Jesse (Elle Fanning) ist eine 16 Jahre junge Modelanwärterin, die nach Los Angeles zieht, um ihr Glück in der Welt der Laufstege und der Haute Couture zu versuchen. Ihre blendende Schönheit öffnet ihr mit Leichtigkeit Türen, nicht ohne aber den Neid und das Begehren der Menschen um sie herum zu wecken. Nicolas Winding Refn (Drive, Only God Forgives), der das Drehbuch schrieb und Regie führte, wiederholt seine bereits bekannte Formel von Charakteren mit offensichtlichen Pathologien, karg in der Ausdrucksweise, welche aus der Stille und knappen Gesten ihre Werkzeuge machen, um […]
The Voices (USA, 2014)

Marjane Satrapi führt bei ihrem dritten Film Regie und zum ersten Mal behandelt sie eine Geschichte, die nicht von ihr geschrieben wurde. Erinnern wir uns an „Persepolis“ und „Huhn mit Pflaumen“, die beide auf ihren gleichnamigen Comics beruhen. Die Geschichte handelt von Jerry, einem schüchternen jungen Mann mit bezaubernden Charm, der sich „durch Zufall“ in einen Serienmörder verwandelt. Eine untypische Form, einen Serienmörder zu präsentieren, soweit, dass man Empathie für ihn, sein Erleiden von Psychosen (oder was auch immer der medizinische Ausdruck dafür sei) und sein Widerstreben, aus Angst vor […]


