Ein Film, der von der irischen Folklore inspiriert wurde, insbesondere von der Mythologie der Selkies, Kreaturen ähnlich der Robben, die die Fähigkeit besaßen, sich von ihrem Fell zu trennen und wunderschöne Frauen und Männer zu werden. Zwei Geschwister, Ben und Saoirse, leben mit ihrem Vater in einem Leuchtturm auf dem höchsten Punkt einer kleinen Insel. Der Vater, ein verzweifelter Mann, der den Verlust seiner Frau nicht überwinden kann, entscheidet sich angesichts der Möglichkeit, auch die kleine Tochter zu verlieren, beide zur Großmutter in der Stadt zu schicken. Der kleine Ben […]
Das brandneue Testament / Le Tout Nouveau Testament (Frankreich, 2015)

Diese unterhaltsame Komödie hat als Protagonisten Gott höchstpersönlich (Benoît Poelvoord), der, weit davon entfernt voller Liebe sowie Gutem zu sein, kleinlich, faul und nutzlos ist. Ebenfalls gibt es hier Ea (Pili Groyne), die „Tocher Gottes“, die gegen die Grausamkeit des Vaters rebelliert, indem sie allen Menschen das exakte Datum ihres Todes schickt und zusätzlich den „göttlichen Computer“ neustartet und so Gott ins Chaos stürzt. Danach beginnt Ea ihre Suche nach den 6 Aposteln, um das „Baseballteam“ zu vervollständigen.
Zwischen garantiert lautem Gelächter entwickelt sich die Geschichte in einer Art und Weise, die uns auf eine Reise zu den menschlichen Emotionen führt, zur Aktzeptanz des Todes und einer etwas unehrerbietigen Sicht auf die Idee Gottes, wie sie uns eingebläut wurde. Mit einer Multistarbesetzung wie unter anderem Catherine Deneuve (Belle de Jour, Dancer in the dark), François Damiens (La Famille Bélier, La délicatesse), Yolande Moreau (Amélie). In diesem neuen Film lässt Jaco Van Dormael seinen zutiefst fantasievollen Stil nicht beiseite, der aus existenzialistischen und köstlich surrealen Momenten besteht, mit Händen, die zum Takt von „Lascia ch’io pianga“ tanzen, Pärchen aus einem Gorilla und einer Frau oder das brillante Fischskelett, das „La Mer“ anstimmt, bevor es sich ins Meer stürzt.
“Le Tout Nouveau Testament” ist ein sehr unterhaltsamer Film, der auf dem Festival von Cannes 2015 präsentiert wurde, für Leute mit aufgeschlossener Haltung oder einfach für solche mit dem Wunsch, die Dinge zu sehen, wie sie wären, wenn Gott eine absolut weltliche Persönlichkeit hätte.
(Übersetzung Alexander Hämmerle)
Alle zwei Wochen lässt uns in der Rubrik FOTOGRAMAS die mexikanische Videographin an ihrer großen Leidenschaft – dem Kino – teilhaben und schildert aus der Perspektive des Fachs ihre neuesten Eindrücke aus der internationalen Kinoszene.
Der Sombrero, die Siesta und die Revolution
Der schnauzbärtige Sombreroträger gilt als ein weit verbreitetes Klischee für Mexiko. Faulheit, Hitze, Feiern, Siesta und Verbrechen werden gemeinhin damit verbunden. Die Ursprünge dieses markanten Kleidungsstils liegen jedoch woanders und haben für Mexikaner eine völlig andere Bedeutung. […]
Kimi no Na wa / Your Name (Japan, 2016)

Makoto Shinkai überrascht uns ein weiteres Mal mit einem herrlichen Animationsfilm und erzählt uns die schöne Geschichte von Mitsuha und Taki. Der junge Regisseur aus Japan hat schon in vorhergehenden Arbeiten sein Talent bewiesen, Liebesgeschichten zu erzählen und bei dieser Gelegenheit präsentiert er uns seine Version des gleichnamigen Romans. Während seines Erscheinens im Jahr 2016, hat „Your Name“ großes Erstaunen beim jungen japanischen Publikum ausgelöst. Die Geschichte übernimmt in Teilen die Legende des roten Fadens, welche von zwei Personen handelt, deren Schicksal trotz der gegenseitigen Distanz in Raum und Zeit […]


