Eine Luftaufnahme des Mercado 4 in Asunción zeigt uns etwas des Umfelds, in dem Víctor lebt. Rasch dringt die Kamera zu den Orten vor, dem Menschengedränge und den „diableros“: Personen, die für wenig Geld Ware von einem Ort zum anderen transportieren. Während Víctor verträumt ein Stück von einem Film sieht, verliert er einen Klienten. Nichts zu machen, er muss seinen Weg fortsetzen, als seine Schwester ihn mit der neuesten Technik aus 2005 (das Jahr, in dem der Film handelt) aufnimmt: ein Handy mit Videokamera. „Es ist, wie ein Fernsehstar zu […]
Busan-haeng / Train to Busan (Südkorea, 2016)

Seok Woo (Gong Yoo, Hauptdarsteller in zahlreichen Komödien und Actionfilmen von großem Erfolg in Korea) gibt vor, seine Tochter Soon-an mit ihrer Mutter in Busan zusammenzubringen. Allerdings wird sich niemand vorstellen, in welche Tragödie ihre Fahrt nach Busan sie verwickeln wird. Unerklärliche Gewalttaten passieren in ganz Korea und werden durch die Nachrichten auf den Bildschirmen des Zuges übertragen. Mitten in der Zombie-Apokalypse müssen Vater und Tocher an der Seite von Sang-Hwa (Ma Dong-seok, mein Favorit, Hauptdarsteller des kürzlich erschienenen Films von Kim Ki-duk „One on One“), dessen Frau (Jung Yu-mi), eines Vagabunden, der sich in den Zug eingeschleust hat, eines Studentenpärchens und eines feigen, gemeinen Typs eine überdimensionale Flucht unternehmen, um sich von der Katastrophe zu befreien.
Der Film, welcher auf dem Festival von Cannes in der Sektion „Mitternacht“ präsentiert wurde, verwandelte sich in den koreanischen Kassenschlager des Sommers diesen Jahres, mit einem Rekord von 10 Millionen Zuschauern. Es handelt sich nicht um einen Film großer künstlerischer Qualitäten. Trotzdem erlaubt dessen Geschichte und seine Personen sowohl der noblen, heroische Seite der Menschheit, sowie deren Grausmkeiten, Gemeinheiten und typischen Egoismen zum Vorschein zu koemmen. Eine dynamische Geschichte mit einem Ende entsprechend südkoreanischen Standards, die Dich bis zur Erlösung an den Sitzplatz fesseln wird.
(Übersetzung Alexander Hämmerle)
Alle zwei Wochen lässt uns in der Rubrik FOTOGRAMAS die mexikanische Videographin an ihrer großen Leidenschaft – dem Kino – teilhaben und schildert aus der Perspektive des Fachs ihre neuesten Eindrücke aus der internationalen Kinoszene.
Kimi no Na wa / Your Name (Japan, 2016)

Makoto Shinkai überrascht uns ein weiteres Mal mit einem herrlichen Animationsfilm und erzählt uns die schöne Geschichte von Mitsuha und Taki. Der junge Regisseur aus Japan hat schon in vorhergehenden Arbeiten sein Talent bewiesen, Liebesgeschichten zu erzählen und bei dieser Gelegenheit präsentiert er uns seine Version des gleichnamigen Romans. Während seines Erscheinens im Jahr 2016, hat „Your Name“ großes Erstaunen beim jungen japanischen Publikum ausgelöst. Die Geschichte übernimmt in Teilen die Legende des roten Fadens, welche von zwei Personen handelt, deren Schicksal trotz der gegenseitigen Distanz in Raum und Zeit […]
Posada: Der fröhliche Tod
Der Tag der Toten bedeutet in Mexiko Feiern, Lachen, Zucker, cempasuchitl (eine orangene Blume ähnlich einer Chrysanthemen), Kerzen, Opfergaben und Totenköpfe. „La Calavera“ (der Totenschädel), Symbol des Todes, findet sich während der „Tage der Toten“ am 1. und 2. November überall in Mexiko. Es ist wichtig, zu betonen, dass die mit dem Tod verbundenen Symbole wie der Schädel und das Skelett zu jeder Zeit in Mexiko gesehen werden können, da sie ein häufiges und charakteristisches Symbol der Kunst des Landes sind. José Guadalupe Posada, der Maler der „Skelette“, gilt als […]


