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Zum ersten Mal Mama in Berlin – ein Ratgeber

Welche Dinge und Dokumente musst du im Blick haben, wenn du bald Mama wirst und als Ausländerin in Berlin lebst? Hier findest du einen Leitfaden mit den praktischen Punkten, die wir in dieser Zeit für die wichtigsten halten.
Mama zu werden ist in vielerlei Hinsicht ein einzigartiges und vielschichtiges Ereignis – nicht nur körperlich und emotional, sondern auch organisatorisch und bürokratisch. Genau darauf konzentriert sich dieser Leitfaden.
Damit alles leichter verständlich ist, haben wir die Informationen in drei Phasen aufgeteilt: vor der Geburt, Geburt und nach der Geburt.
VOR DER GEBURT
GESUNDHEIT
- Krankenversicherung: In Deutschland ist eine Krankenversicherung – gesetzlich oder privat – Pflicht, um medizinische Leistungen in Anspruch zu nehmen. Bei der gesetzlichen Krankenversicherung sind Geburt und Wochenbett vollständig abgedeckt, einschließlich der Hebamme. Nicht alle privaten Versicherungen übernehmen dagegen die Leistungen vor der Geburt (z. B. die Pränataluntersuchung zwischen der 10. und 13. Woche) und nach der Geburt. Wir empfehlen dir daher, die Bedingungen deines Versicherers und Tarifs zu prüfen.

- Frauenärztin: Es klingt selbstverständlich, aber es ist wichtig, während der Schwangerschaft eine Frauenärztin zu haben. Am besten eine in der Nähe deiner Wohnung, denn die Termine werden häufiger, je weiter die Schwangerschaft fortschreitet. Die Frauenärztin nennt dir auch den voraussichtlichen Geburtstermin, den du für viele Behördengänge brauchst.
- Hebamme: Sie begleitet die Schwangere und werdende Mutter schon ab den ersten Monaten. Von ihr bekommst du während der Schwangerschaft und in den ersten Wochen mit dem Baby praktische Informationen, Übungen und Tipps. Weil diese Leistung so wichtig ist, ist die Nachfrage sehr hoch und es ist manchmal schwer, eine Hebamme zu finden: Hebammen arbeiten nach Bezirken und vergeben Plätze nach dem voraussichtlichen Geburtstermin. Manche begleiten auch die Geburt selbst, aber nicht alle bieten das an. Berücksichtige all das bei deiner Suche. Hier findest du Informationen zu Hebammen in Berlin; ideal ist es außerdem, in Mama-Netzwerken nach Empfehlungen zu fragen: Hebammenvermittlung
- Krankenhaus oder Geburtshaus? Je nachdem, was du dir wünschst und was deine Krankenversicherung übernimmt, kannst du dich für das eine oder das andere entscheiden. Unsere Tipps:
- Informiere dich, wann die Infoabende der Geburtshäuser und der Krankenhäuser stattfinden, die dich interessieren – so kannst du besser entscheiden.
- Informiere dich, wie lange du zum Ort deiner Wahl brauchst und mit welchen Verkehrsmitteln du dorthin kommst.
- Achte auf Krankenhäuser mit Kinderklinik (Neonatologie), denn nicht alle Krankenhäuser haben eine.
- Geburtshaus: In Deutschland suchen viele Frauen einen intimeren, gemütlicheren Ort, um ihr Kind zur Welt zu bringen – als Erfahrung, die uns mit unserer natürlichsten, ursprünglichsten Seite verbindet. Deshalb wählen viele Mütter als erste Option statt eines Krankenhauses ein Geburtshaus. Dort wirst du persönlicher und durchgehend betreut, geleitet von einer Hebamme und begleitet vom Vater oder einer anderen Person deiner Wahl. Eine sehr gute Alternative, die aber auch Nachteile hat: Es gibt in Berlin nur wenige Plätze, und bei Komplikationen während der Geburt musst du unter Umständen als Notfall in ein nahes Krankenhaus gebracht werden.
- Krankenhaus / Klinik: Berlin hat sehr viele Krankenhäuser in den verschiedenen Bezirken. Die meisten bieten Geburtsmedizin an, aber nicht alle haben eine Neonatologie. Wir empfehlen dir, das bei deiner Wahl zu berücksichtigen: Bei Komplikationen kann dein Baby dann direkt von Fachärzt*innen versorgt werden, und auch die ersten Vorsorgeuntersuchungen (U-Untersuchungen) können gleich dort stattfinden. Wo du dich anmeldest, wirst du auch aufgenommen. Die meisten Krankenhäuser bieten Infoabende an – ein Anruf oder eine E-Mail mit deinen Daten und dem voraussichtlichen Geburtstermin genügt, und das Krankenhaus meldet dich an.
- Geburtsvorbereitungskurs: Dieser Kurs gibt dir sehr wichtige und praktische Informationen zur Geburt – von Positionen über Übungen bis zur ganz wichtigen Atemarbeit. Die Krankenkasse kann die Kosten des Kurses für die Mutter und teilweise sogar für den Vater (oder die Begleitperson) übernehmen; frag am besten bei deiner Kasse nach. Zögere nicht! Eine sehr erfahrene Hebamme, die Geburtsvorbereitungskurse und weitere Kurse auf Spanisch anbietet, ist Claudia Molina – info@tumatrona-en-accion.online; mehr über ihr Angebot findest du auf Facebook.
STANDESAMT
Je nach deinem rechtlichen Status in Deutschland kommt beim Personenstand einiges an Bürokratie auf dich zu. Die folgenden Schritte sind nötig, wenn du nicht verheiratet bist. Wir empfehlen dir, dich telefonisch oder per E-Mail an dein Bezirksamt zu wenden: Dort sagt man dir, welche Schritte, Verfahren und Dokumente du brauchst, um dein Kind anzumelden.
- Sorgerechtserklärung: Mit diesem Dokument legst du fest, ob du das alleinige Sorgerecht haben oder es mit dem Vater teilen möchtest. Das ist sehr wichtig: Bei gemeinsamem Sorgerecht brauchst du für jeden Antrag und jede Aktivität, die das Kind betrifft (z. B. Reisepassantrag, Reise in dein Herkunftsland usw.), immer seine schriftliche, unterschriebene Zustimmung.
- Vaterschaftsanerkennung: Mit diesem Dokument erklärt und erkennt der Vater die Vaterschaft für das Kind an. Das Baby muss dafür noch nicht geboren sein. Mehr Informationen findest du hier: Service Berlin – Dienstleistung
- Mutterschaftsanerkennung: Mit diesem Dokument erklärt die Mutter, dass sie die Mutter ihres eigenen Kindes ist (klingt absurd, ist aber so). Für die Anmeldung in Deutschland ist es nicht nötig, aber manche Länder verlangen es für die Eintragung der Geburt, zum Beispiel Italien, und es ist Voraussetzung für die Vaterschaftsanerkennung.
- Namensbestimmung: In Deutschland kann der Nachname nach deutschem Recht bestimmt werden (ein Nachname: der der Mutter oder der des Vaters) oder nach den Gepflogenheiten des Herkunftslandes (mehr als ein Nachname oder andere Besonderheiten). Die Mutter bzw. beide Eltern müssen sich einigen, nach welchem Prinzip ihr Baby seinen Namen bekommt. Diese Entscheidung gilt auch für weitere gemeinsame Kinder des Paares.
Hinweis: Vaterschaftsanerkennung, Sorgerechtserklärung und Namensbestimmung kannst du in einer einzigen Urkunde bei jedem Notar erledigen. Den Termin vereinbarst du per E-Mail; 2022 kostete das etwa 120 €. Hier findest du alle Notare in Berlin: Notarsuche
FRÜHZEITIG BEANTRAGEN
Weil Kita-Plätze sehr gefragt sind und es Fristen für die finanziellen Leistungen gibt, die der Staat Familien mit Kindern gewährt, solltest du dich schon vor der Geburt zumindest mit den folgenden Themen beschäftigen.
- Kita: Es lohnt sich, schon während der Schwangerschaft mit der Kita-Suche zu beginnen, um einen Überblick über die Möglichkeiten in deiner Nähe zu bekommen. Auf der Website Kita-Navigator findest du alle Kitas in Berlin mit Lage, Öffnungszeiten, Größe, pädagogischem Konzept, Religion, Sprachen und vielem mehr. Eigentlich verlangen die Kitas, dass die Anfrage über diese Seite läuft. Den Kita-Gutschein kannst du allerdings erst nach der Geburt beantragen.
- Kindergeld: Jedes in Deutschland lebende Kind hat bis zum 18. Lebensjahr Anspruch auf eine monatliche finanzielle Leistung. Du musst mindestens 2 Formulare ausfüllen. Alle Informationen (auf Spanisch) findest du hier: Merkblatt Kindergeld
- Elterngeld: Wer das Neugeborene betreut, kann unter bestimmten Voraussetzungen eine finanzielle Leistung erhalten. Du musst mindestens 3 Formulare ausfüllen. Mehr Details (auf Spanisch) hier: Elterngeld
ALLTAG
- Kleidung, Ausstattung und alles für die Ankunft des Babys: Bereite während der Schwangerschaft möglichst alles für die ersten 3 Lebensmonate deines Babys vor – dann kannst du diesen besonderen Moment nach der Geburt in Ruhe genießen, ohne an Einkäufe denken zu müssen. Denk bei Menge und Art der Kleidung an das wechselhafte Berliner Wetter. In Berlin gibt es viele Orte, an denen alles Nötige für Babys verschenkt wird, und in allen Bezirken viele Möglichkeiten für Second-Hand und Tausch. Ein paar Beispiele: eBay Kleinanzeigen, nebenan.de, verschiedene Facebook-Gruppen wie der Babykleidertausch und die verschiedenen Familienzentren.
- Windeln: Stoff oder „normale“ (Wegwerfwindeln). Die Wahl der Windeln kann ein echtes Dilemma sein – hol dir am besten Tipps und Beratung auf YouTube oder in Blogs. In Berlin gibt es Firmen, die Stoffwindeln vermieten und waschen, zum Beispiel https://www.stoffwickelnberlin.de/. Informiere dich!
- Kinderärztin oder Kinderarzt: Es schadet nie, sich frühzeitig über die Kinderärzt*innen in deiner Gegend und ihren Ruf zu informieren. Manche nehmen keine neuen Patient*innen auf, und es ist gut zu wissen, wohin du dich im Bedarfs- oder Notfall wenden kannst. Wenn du im Krankenhaus entbindest, finden die ersten Untersuchungen direkt dort statt, und du bekommst das gelbe Untersuchungsheft (U-Heft) mit allen Vorsorgeterminen. Bei der Kinderarztpraxis kannst du dich per E-Mail, telefonisch oder persönlich anmelden.
GEBURT
Die Geburt ist ein entscheidender Moment und für jede Frau eine einzigartige Erfahrung – aber in einem sind sich die meisten von uns einig: Sie tut sehr weh. Deshalb empfehlen wir dir den Geburtsvorbereitungskurs, damit du gut informiert bist. Hier haben wir trotzdem zusammengefasst, was wir für am wichtigsten halten.

- Wehen: Im Internet und auf YouTube gibt es viele Erklärungen zu Wehen und dazu, wie man sie unterscheidet. Informiere dich und sprich mit deiner Hebamme und deiner Frauenärztin darüber. Fahr am besten erst dann ins Krankenhaus, wenn die Geburt wirklich begonnen hat, und nicht schon beim ersten Gefühl, dass sich etwas tut – sonst schickt man dich womöglich wieder nach Hause, wenn sich der Muttermund noch nicht öffnet. Erspar dir den Stress und spar deine Kräfte: Du wirst sie brauchen.
- Kliniktasche: Wenn deine Tasche ein paar Wochen vor dem voraussichtlichen Geburtstermin gepackt ist, ersparst du dir unnötigen Stress, wenn es losgeht. Denk an: Schlafanzug und bequeme Kleidung für dich, Handy-Ladekabel, Hausschuhe, ein Handtuch, Hygieneartikel und deine Ausweisdokumente. Für das Baby: 3 komplette Garnituren Kleidung, Mulltücher und die Kleidung für den Tag, an dem ihr das Krankenhaus verlasst. Windeln für das Baby bekommst du im Krankenhaus kostenlos. Normalerweise bleibt man nach der Geburt 2 bis 3 Tage im Krankenhaus.
- Musik: Stell dir eine Playlist mit deiner Lieblingsmusik zusammen, die dir hilft, gute Laune zu behalten. Das hilft beim Warten sehr.
- Essen im Kreißsaal: Nimm dir einen Snack mit, den du magst, damit du etwas zu essen hast, falls du viele Stunden wartest und Hunger bekommst. Traubenzucker oder Nüsse sind wegen ihrer Energie gute Optionen. Wasser bekommst du im Krankenhaus so viel du willst.
- Kaiserschnitt: Berliner Krankenhäuser setzen meist auf die natürliche Geburt. Wenn deine Vitalwerte normal sind und die Voraussetzungen für eine natürliche Geburt gut sind, konzentrieren sich die Hebammen darauf und lehnen einen Kaiserschnitt ab, auch wenn du starke Schmerzen hast. Bei Komplikationen, die das Wohl von Mutter oder Kind gefährden, wird ein Notkaiserschnitt gemacht.
- Schmerz- und Betäubungsmittel. Je nachdem, was du dir wünschst und in den Unterlagen unterschreibst, die du vorab vom Krankenhaus bekommst, werden dir Möglichkeiten zur Schmerzlinderung angeboten. Bedenke, dass Schmerz- und Betäubungsmittel deine Wahrnehmung verändern können (z. B. die Kontrolle über die Atmung). Informiere dich vorher, damit du gut entscheiden kannst.
- PDA (Periduralanästhesie): Sie ist die bei der Geburt am häufigsten eingesetzte Betäubung und sehr wirksam, muss aber sehr sorgfältig gesetzt werden, weil sie direkt an der Wirbelsäule erfolgt. Deshalb braucht es eine eigene Einwilligung, und sie wird von einer Anästhesistin oder einem Anästhesisten gesetzt, die erst gerufen werden, wenn du sie verlangst – das kann etwas dauern.
- Betreuung im Krankenhaus: Im Krankenhaus wird die Geburt die meiste Zeit von Hebammen betreut; die Ärzt*innen kommen zum eigentlichen Moment der Geburt, um Mutter und Kind zu überwachen, oder wenn es Komplikationen gibt. Wenn deine eigene Hebamme nicht zur Geburt kommt, betreuen dich die Hebammen des Krankenhauses, die sich je nach Schicht und der Zeit, die du im Kreißsaal verbringst, abwechseln. Es mag selbstverständlich klingen, aber du wirst auf Deutsch betreut. Wenn dein Deutsch nicht so gut ist, kann deine Begleitperson dir helfen, zu verstehen und auszudrücken, was du brauchst – nicht alles zu verstehen oder sagen zu können, kann in einem so sensiblen Moment wie der Geburt frustrierend und belastend sein. Manchmal ist das Krankenhauspersonal knapp, es finden mehrere Geburten gleichzeitig statt und die Hebammen können dich nicht so begleiten, wie es nötig wäre; es kann auch passieren, dass der Umgang nicht besonders rücksichtsvoll und freundlich ist. Deshalb ist es wichtig, dass du und deine Begleitperson Respekt und Aufmerksamkeit einfordern könnt, wenn du sie brauchst.
NACH DER GEBURT
Wochenbettbetreuung durch die Hebamme: In dieser Zeit kann die Hebamme zu deiner besten Freundin werden, besonders wenn es dein erstes Kind ist und du wenig Erfahrung mit Babys hast. Nutze ihre Erfahrung und frag sie nach allem, was dich beschäftigt, nach Tipps und Methoden. Üblich sind 10 Besuche ab dem 3. Lebenstag; in den ersten Wochen kümmert sie sich um Gewichtskontrolle, Stillen und deine Erholung.

STANDESAMT
- Geburtsurkunde: In manchen Krankenhäusern kannst du die Geburtsurkunde direkt dort beantragen. Wenn dein Krankenhaus das anbietet, nutze die Gelegenheit, solange du nach der Geburt noch dort bist: Das spart viel Zeit und Kraft. Pack deshalb am besten alle dafür nötigen Dokumente schon in die Kliniktasche. Bietet dein Krankenhaus oder Geburtshaus diesen Service nicht an, musst du dich per E-Mail oder telefonisch beim Standesamt deines Bezirks informieren. Dort sagt man dir, welche Dokumente du einreichen musst, wo du bezahlst und wo du (später) die Originale abholst.
- Internationale Geburtsurkunde: Als Ausländerinnen wünschen wir uns oft, dass unser Kind auch unsere Staatsangehörigkeit bekommt – vor allem, um problemlos mit dem Pass unseres Landes reisen zu können. Deshalb empfehlen wir dir, auch die internationale Geburtsurkunde zu beantragen. Sie wird ebenfalls beim Standesamt beantragt, meist gleichzeitig mit der deutschen Geburtsurkunde. Gib an, dass du mehrere Exemplare brauchst – wie viele, hängt davon ab, welche Dokumente dein Land für die Eintragung der Geburt verlangt.
- Apostille: Damit die Geburtsurkunde in deinem Land gültig ist und Konsulat oder Botschaft deine Anträge bearbeiten können, musst du bei den deutschen Behörden eine Apostille für dieses Dokument beantragen. Einen Termin bekommst du hier: https://service.berlin.de/dienstleistung/320315/standort/324291/
- Kinderreisepass: Wenn dein Baby die deutsche Staatsangehörigkeit hat und ihr vor seinem 2. Geburtstag in dein Herkunftsland reisen wollt (bei den meisten Fluggesellschaften kostenlos), beantrage rechtzeitig den Kinderreisepass; er ist ab Ausstellung 1 Jahr gültig. Hier findest du Informationen, die nötigen Unterlagen und kannst einen Termin buchen: Service Berlin – Dienstleistung
Hinweis: Bei gemeinsamem Sorgerecht wird für den Antrag die Zustimmung des Vaters verlangt. Wenn du einen Termin vor den auf der Website angebotenen Daten brauchst, kannst du zwischen 8 und 9 Uhr morgens die 115 anrufen – oft bekommst du dann einen Termin am selben Tag oder in der folgenden Woche in einem beliebigen Berliner Bezirk.
- Krankenversicherung deines Babys: Sobald du die Geburtsurkunde hast, musst du dein Baby bei der Krankenkasse anmelden. Am besten innerhalb der ersten 3 Monate, denn danach beginnen die empfohlenen Impfungen – so musst du sie nicht selbst bezahlen.
ALLTAG
Versuch, die ersten Monate mit deinem Baby ruhig und positiv anzugehen. Nimm dir Zeit, diese neue Lebensphase und die großen Veränderungen, die sie persönlich, in der Familie und in der Partnerschaft mit sich bringt, in Ruhe zu verarbeiten.
- Gemischte Familien: Die Sicht auf die Welt unterscheidet sich von Kultur zu Kultur sehr stark. Deshalb ist es wichtig, offen zu bleiben und auf mögliche kulturelle Zusammenstöße vorbereitet zu sein, denn die Zeit nach der Geburt eines Kindes kann diese Unterschiede sichtbar machen, betonen und verstärken. Man sagt, wir Spanischsprachigen seien überschwänglich und emotional, Deutsche oder Europäer dagegen eher introvertiert und ruhig. Wenn in einer gemischten Familie ein Kind geboren wird, können diese Unterschiede zu Streit und Problemen führen. Es hilft, sich dessen bewusst zu sein, mit dem Partner darüber zu sprechen und nicht zu erwarten, dass alles genau so läuft, wie es die eigene Kultur vorgibt. In gemischten Paaren gibt es kein „besser“ oder „schlechter“, kein „richtig“ oder „falsch“, sondern ein „anders“. Unterschiede zu akzeptieren und Kompromisse zu finden, kann deiner neuen Familie helfen. Wenn ihr wegen unterschiedlicher Ansichten rund um euer Baby in eine Krise geratet, gibt es in den Familienzentren und den Kinder- und Jugendzentren Beratungsangebote, die dir und deinem Partner helfen können.
- Familienzentren: Wie der Name sagt, sind das Orte, die Familien und alles rund um die Erziehung unterstützen. In jedem Bezirk gibt es mehrere Familienzentren, an die du dich wenden kannst. Meist bieten sie verschiedene Unterstützungsangebote für Eltern an, zum Beispiel Hebammensprechstunden, Paargespräche, Erziehungsberatung, Kurse für die ersten Monate mit dem Baby und für die Rückbildung, Kurse für Babys und Kinder usw. In manchen Familienzentren gibt es auch Krabbel- und Bewegungsgruppen auf Spanisch. Geh am besten mindestens einmal hin und informiere dich über das Angebot. Diese Zentren sind außerdem ideale Orte, um andere Eltern kennenzulernen und neue Netzwerke aufzubauen.
Cuenta Mamá, Cuenta (Neukölln)
Club Solete im FANN (Neukölln)
Familienkreis auf Spanisch (Neukölln)
Krabbelgruppe im „Das Haus“ (Friedrichshain)
Krabbelgruppe auf Deutsch (Mitte)
Hinweis: Dieser Leitfaden beruht nur auf den Erfahrungen einiger Mamas, die in Berlin leben, und ist deshalb nicht vollständig. Wenn dir etwas fehlt, das für dich wichtig war, schreib es uns gern in die Kommentare – wir ergänzen die Liste, damit wir alle voneinander profitieren können.

Cuenta Mamá, Cuenta ist ein Projekt, das den Erfahrungen migrantischer Mütter im Ausland eine Stimme gibt. Unser Ziel ist es, migrantischen Müttern einen Raum zu geben, in dem sie sich ausdrücken, erinnern, entlasten, heilen, informieren und wachsen können. Wenn die teilnehmenden Mütter es möchten, helfen wir ihnen, ihre Erfahrungen als Audio, Text oder Video zu gestalten – damit daraus Informationen entstehen, die andere Mütter erreichen und vielleicht in anderen Geschichten weiterhelfen.
Cuenta Mamá, Cuenta jeden Freitag um 11:00 Uhr im Karlsgarten 6, 12049 Berlin-Neukölln.
Kingsglaive: Final Fantasy XV (Japan, 2016)

Um dem Erscheinen des neuen Videospiels der erfolgreichen Serie Final Fantasy den Weg zu ebnen, kommt ein neuer Film heraus, in welchem die Vorgeschichte von dem erzählt wird, was man im Spiel ab dem 29. November sehen werden kann. Die Geschichte dreht sich um die Auseinandersetzung zwischen Gut und Böse, der Kampf um die Kontrolle des Kristalls des Königreichs von Lucis, welcher die Stadt Insomnia behütet. Nyx Ulric, ein Elitesoldat, wird mit der Aufgabe betraut, die Prinzessin Lunafreya zu beschützen, damit sie an der Seite des Prinzen Noctis ankommt. Das […]
Das Fest der Tamale in Mexiko
“Lleve sus ricos y deliciosos tamales calientitos!” Vielleicht bedeutet dieser Satz jemandem, der nicht in Mexiko geboren wurde, nichts. Für die Mexikaner jedoch, vor allem für diejenigen, die in Mexiko-Stadt leben, ist dieser Satz quasi eine Melodie, die jeden Morgen und jeden Nachmittag von Millionen mexikanischen Familien begleitet. Der „Tamal“ ist ein typisch mexikanisches Gericht. Es gibt Polemiken über dessen wahren Ursprung, aber mit Sicherheit weiß man, dass das Wort „tamal“ auf Nahuatl „tamalli“ zurückgeht, welches „eingewickelt“ bedeutet. Es gibt unterschiedliche Arten und Weisen Tamale zuzubereiten. Um eine Idee davon […]


