Die Melodie des Meeres (Irland, 2014)

Ein Film, der von der irischen Folklore inspiriert wurde, insbesondere von der Mythologie der Selkies, Kreaturen ähnlich der Robben, die die Fähigkeit besaßen, sich von ihrem Fell zu trennen und wunderschöne Frauen und Männer zu werden.

Zwei Geschwister, Ben und Saoirse, leben mit ihrem Vater in einem Leuchtturm auf dem höchsten Punkt einer kleinen Insel. Der Vater, ein verzweifelter Mann, der den Verlust seiner Frau nicht überwinden kann, entscheidet sich angesichts der Möglichkeit, auch die kleine Tochter zu verlieren, beide zur Großmutter in der Stadt zu schicken. Der kleine Ben bemerkt, während er versucht mit seinem Hund Cu nach Hause zurückzukehren, dass die Geschichten, welche ihnen ihre Mutter erzählte, wahr waren und das seine Schwester eine Selkie ist, welche langsam stirbt, wenn sie sich von ihrer magischen Quelle entfernt.

Eine wunderbare Geschichte über Liebe und Familienbande, die große Herausforderung, den Verlust der Liebsten zu überwinden und die Wichtigkeit, die eigenen Gefühle zu steuern. Eine Empfehlung für die ganze Familie.

(Übersetzung Alexander Hämmerle)


Alle zwei Wochen lässt uns in der Rubrik FOTOGRAMAS die mexikanische Videographin Jazmín Camacho an ihrer großen Leidenschaft – dem Kino – teilhaben und schildert aus der Perspektive des Fachs ihre neuesten Eindrücke aus der internationalen Kinoszene.

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Lunchbox (Indien, 2013)

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